12.08.13: Krimi am Red Bull Ring

Nur eine Woche nach dem Nürburgring Rennen zog das Fahrerfeld weiter in die Steiermark zum Red Bull Ring. Aufgrund der bisherigen guten Ergebnisse musste ich dieses Mal rund 50kg Zusatzgewicht mitschleppen. Ziel war ganz klar, viele Punkte mitzunehmen, um weiterhin im Titelkampf dabei zu sein. Wie sich herausstellte, sollte die schön gelegene Berg- und Talstrecke Austragungsort für die bisher spannendsten MINI Trophy Rennen überhaupt werden.
Nach dem letztjährigen Rennen war ich mit eher gemischten Gefühlen nach Österreich gereist. Dort noch aufgrund von Motorleistungsproblemen lediglich auf die Plätze 12 und 14 gekommen, sollte dieses Jahr hoffentlich alles besser werden. Ein 4. Platz im freien Training war schon mal ein guter Anfang. Ich hatte hier zwar noch mit dem Handling meines MINI´s und der speziellen Charakteristik der Strecke zu kämpfen, jedoch war ich Teil der Spitzengruppe.
Am Samstagmorgen ging es dann wieder in die Qualifikation. Von Anfang an kam ich insgesamt viel besser klar, sodass ich tatsächlich auf Platz 2 fuhr. Ein dickes Kompliment an das ganze Team Fast Forward oder wie wir auch so schön intern sagen, meine „supera Mandl". Wenig später sollte ich sogar die Pole Position „erben", da der Schnellste wegen Untergewichts im Auto auf den letzten Startplatz versetzt wurde.
Gut gelaunt ging es dann in das erste Rennen am Nachmittag. Nach einem super Start konnte ich meine Spitzenposition halten, musste aber gleichzeitig spüren, dass die 50 kg sich ganz schön heftig bemerkbar machten. Dadurch musste ich meinen Fahrstil anpassen, um nicht sofort von dem ohne Zusatzgewicht fahrenden Lennart Marioneck überholt zu werden. Leider gab es dann auch einen fragwürdigen Überholversuch, bei dem mein Auto nicht ganz unversehrt blieb. Nichtsdestotrotz verteidigte ich meine Führung gekonnt und fair. Doch 5 Minuten vor Rennende dann die große Attacke. Nach einem Dreikampf über ganze 2 Geraden und 2 Kurven hinweg musste ich aufgrund der schlechteren Linie schließlich die Konkurrenten ziehen lassen. Am Ende fuhr ich dann als Vierter durch das Ziel. Sichtlich geknickt musste ich nach dem Rennen erstmal tief durchatmen. That´s Racing! Für die Zuschauer war dies sicherlich das spannendste Rennen überhaupt. Die ersten 5 Piloten waren zumeist nur durch wenige Zentimeter getrennt. Wenigstens stand zur Freude des Teams aber Jürgen Schmarl mit Platz 3 auf dem Podium.
Am Sonntag war der Vortag dann abgehakt, sodass ich voll motiviert von Position 3 in das zweite Rennen ging. Nach einem erneut spitzenmäßigen Start schob ich mich bereits in der ersten Kurve auf Platz 2 nach vorne. Ab hier begann erneut ein sehenswerter Positionskampf. Und wer ist wieder mittendrin - Andre Fleischmann (grins). Bei knapp 60°C im Auto wurde mir dort alles abverlangt. Diesmal konnte ich bis zur Ziellinie meine Position verteidigen und fuhr überglücklich den 2. Platz „nach Hause". Yes!
Dies war dann doch ein versöhnliches Ende am Red Bull Ring. Zwar bin ich nun „nur" noch auf Platz 3 in der Meisterschaft (punktgleich mit Platz 2), jedoch konnte ich den Abstand auf Jürgen ein wenig verkürzen. In 3 Wochen wird's dann also am Lausitzring beim nächsten Rennen wieder richtig spannend.
Ein großes Dankeschön wieder mal an das ganze Team Fast Forward und die zahlreichen Fans vor Ort oder daheim vor dem Bildschirm.

  

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