09.08.16: Doppelsieg am Bilster Berg


Nach meinem ersten Sieg beim letzten Rennen auf dem Lausitzring war ich hochmotiviert zum Bilster Berg angereist. Der 4,2 km lange Naturrundkurs nahe Paderborn bietet dabei mit insgesamt 70 Metern Höhenunterschied, starken Gefällen und Steigungen ein einmaliges Fahrerlebnis. Leider sollte das Wochenende durch die Lärmbestimmungen an der Strecke aber schwieriger werden als gedacht.

Eigentlich hatten wir zu Saisonbeginn geplant das Rennwochenende am Bilster Berg auszulassen. In der BMW Challenge gibt es ein Streichresultat, welches wir dafür verwenden wollten. Nach dem technischen Defekt am Hockenheimring (Radbolzen abgebrochen) hatte ich jedoch bereits ein 0-Punkte Rennen. Im Sinne eines guten Ergebnisses in der Meisterschaft musste ich nun bei diesem Rennen unbedingt an den Start gehen und Punkte einfahren.
Die Rennstrecke vom Bilster Berg kannte ich bereits aus der Saison 2015 und freute mich sehr die „kleine Nordschleife" wieder unter die Räder zu nehmen. Beide Qualifikationen waren leider durch Abbrüche aufgrund überschrittenem „Lärmkontingent" gezeichnet. In beiden Quali´s konnte ich trotzdem mit meinem M235i wieder die Bestzeit in der Klasse einfahren und mich sogar auf Platz 3 im gesamten Feld von über 30 Autos platzieren. In der 2. Quali gelang mir dann eine fast perfekte Runde (1:53,577 Min.), welche bei meinen Konkurrenten ein leichtes Stirnrunzeln verursachte.

Nach einem perfekten Start im 1. Rennen setzte ich mich stetig von meinen Konkurrenten ab. In Rennminute 14 wurde das Rennen jedoch abgebrochen (Lärm). Ich war am Boden zerstört, denn zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, ob dieses Rennen überhaupt gewertet wird. Das Einzige was an diesem Wochenende zählte, nämlich Punkte einzufahren, war zu diesem Zeitpunkt gefährdet.

Beim Start zum 2. Rennen verlor ich leider 2 Plätze, da der fliegende Start so spät freigegeben wurde, dass ich kaum noch die Ampel sehen konnte und somit zu wenig Schwung zur 1. Kurve hatte. Jedoch schob ich mich eine Runde später wieder auf Platz 2 nach vorne. Nach einigen Unfällen und Code 60 Phasen (Alle Teilnehmer dürfen aus Sicherheitsgründen nur 60 km/h fahren) gewann ich schließlich noch das Rennen und holte meine wichtigen Punkte für die Meisterschaft.
Die vielen Diskussionen wegen dem „Lärmkontingent" und sogar eingelegte Proteste brachten einen faden Beigeschmack auf das ansonsten schöne Rennwochenende.

Ich danke meinem Team MKR Engineering für das super vorbereitete Auto. Nur so konnte ich in beiden Qualifikationen und beiden Rennen auf Platz 1 landen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Rennen in Assen (NL) in knapp 5 Wochen.


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