02.09.13: Rabenschwarzer Sonntag am Lausitzring


Punktgleich mit dem Meisterschaftszweiten war ich am letzten Augustwochenende zum Lausitzring gereist. Die 17 Fahrer hatten es diesmal mit der Sprint-Version (3,442 km) des Lausitzrings zu tun. Bei sonnigem Wetter ging es dann am Freitagnachmittag in das freie Training. Platz 5 ließ hier noch Steigerungspotential für das abendliche Qualifying. Bei tiefstehender Sonne galt es hier, sich einen guten Startplatz für das erste Rennen zu „angeln".
Zwar konnte ich mich von den Rundenzeiten gesehen deutlich steigern, jedoch kam ich trotzdem nicht über den fünften Platz hinaus. Am nächsten Tag ging es dann aber voll motiviert und gut gelaunt in das erste Rennen. Nach einem durchschnittlichen Start bog ich dort als Sechster in die erste Kurve. Ab hier begann der Kampf um Platz 3. Leider konnte sich keiner von dieser Gruppe in Angriffsposition setzen, sodass es auch keinerlei Positionswechsel gab. Mit dem dortigen 6. Platz erfuhr ich mir aber die Pole Position für das Rennen am Sonntag. Durch den außerordentlich guten Windschatten über das ganze Rennen hinweg sicherte ich mir auch den Titel für die beste Höchstgeschwindigkeit und holte mir damit den „MINI Trophy Wanderpokal", der diesmal dafür ausgeschrieben war. Dieses 211 PS starke MINI John Cooper Works Coupé darf ich nun bis zum Finale Ende September in Hockenheim fahren.
Am Sonntagnachmittag stand dann das zweite Rennen auf dem Programm. Ich ging vom „Platz an der Sonne" aus in das Rennen, mein Teamkollege Jürgen startete aufgrund des 2. Platzes am Vortag von Platz 5 in den elften Wertungslauf der laufenden MINI Trophy Saison. Nach einem leider wieder nicht perfekten Start bog ich als Zweiter in die erste Kurve. In den folgenden Passagen setzte ich aber den Gegner vor mir gehörig unter Druck. Beim Herausbeschleunigen auf die Gegengerade kam ich super aus der Kurve, sodass ich mich langsam neben das Heck des Spitzenreiters setzten konnte. Dieser ließ mir sehr wenig Platz und bremste die folgende Kurve unglaublich früh an, sodass ich trotz eines Ausweichversuches nach links eine Kollision nicht mehr vermeiden konnte. Unsere Räder berührten sich, ich stieg infolgedessen auf und verkeilte mich in dessen Fahrertür. Zum Glück konnten wir beide gesund aussteigen!

Ein sehr unglücklicher Rennunfall. Als wäre das nicht schon schlimm genug gewesen, kollidierte 10 Minuten vor Rennende auch noch Jürgen mit einem Konkurrenten, wonach auch hier eine Weiterfahrt unmöglich war. Doppelausfall für Team Fast Forward! Was für ein bescheidener Tag für uns. Auch für die Meisterschaft war dies ein herber Rückschlag. Ich fiel auf Platz 4 zurück, während Jürgen noch knapp auf dem zweiten Rang liegt. Unsere Mechaniker haben nun leider viel bis zum nächsten Rennen zu tun, ich hoffe wir können uns hierfür beim Finale revanchieren.
Beim Rennen in Hockenheim in 4 Wochen werden wir auf alle Fälle nochmal richtig angasen! Dort müssen wir dann auch nur noch jeweils 25 kg Zusatzgewicht mitschleppen.

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